Nach der Begrüßung der 25 Gäste durch Vorstandsmitglied Klaus Struve übernahm Hans-Hermann Malchau die Führung durch die Kirche und berichtete über den Großbrand im August 1779, bei dem auch die alte Kirche vernichtet wurde. Über diese Kirche sind keine Aufzeichnungen, z.B. Bilder oder Pläne, vorhanden. Niemand weiß, wie sie ausgesehen hat. Der „Baumeister in Kielischen Landen“, Johann Adam Richter, wurde mit dem Neubau der Kirche beauftragt und schaffte es in einer beeindruckenden Zeit von nur drei Jahren, unsere jetzige Kirche am jetzigen Ort fertigzustellen.

Die Schlichtheit der Kirche, die großen Fenster und der Zwiebelturm sind die Merkmale Richters, wie auch am Turmanbau in Probsteierhagen und bei den Kirchen in Kappeln und Großenaspe zu sehen. Es wurde über die Schließung des Friedhofes 1971 berichtet und über die finanziellen Probleme der Friedhofsverwaltung durch andere Möglichkeiten von Bestattungen.
Im Inneren der Kirche fand natürlich der Kanzelaltar die Aufmerksamkeit der Besucherinnen und Besucher. Die Höhe des Alters, die marmorähnliche Holzkonstruktion, das Altarbild mit dem Abendmahl von Leonardo da Vinci und die Kanzel sind beeindruckend. Besonders bemerkenswert ist der Blick von der Kanzel in den Kirchenraum.
Es wurde über die großen Restaurierungsarbeiten des Kirchenschiffes und des Turmes berichtet und damit verbunden über die Bedeutung des Fördervereins bei der finanziellen Unterstützung der Baumaßnahmen.
Auf dem Weg zur Turmspitze kam die Orgel aus dem Jahre 1782 zur Sprache. Interessant war auch die Abgabe der Zinnpfeifen und zwei der drei Glocken aus dem Geläut, deren Material im 1. Und 2. Weltkrieg für die Waffenproduktion benötigt wurde. Der Urzustand konnte aber wiederhergestellt werden.

Zur Besteigung des Turmes konnten die Gäste, die die Strapazen auf sich nahmen, den Ausblick aus 65 m Höhe bis zur Ostsee und über Schönberg genießen.

Wieder unten angelangt, wurde bei dem gesponserten Butterkuchen vom Probsteier Bäcker und Schwedenkuchen von Brigitte Malchau sowie Kaffee das Erlebte diskutiert. Herzlichen Dank dafür und auch Danke unserem Küster Gaylord Ruczynski für die große Hilfe bei der Organisation.



